Bodenschutz und Baukultur

Das geht uns alle an!
Infobox

Freitag, 28.6.2024. In Wien kommen Initiativen aus der Architekturszene im Parlament zu einem baukulturellen Nachmittag zusammen. Neben einer ausgiebigen Architekturführung durch das Hohe Haus, steht das Thema Bauen ohne Bodenverbrauch und die Vernetzung im Mittelpunkt des Treffens. „Ein Auftakt für weiteres Tun und Handeln“, so formulieren es Anita Kavazovic und Petra Kickenweitz in ihrem kommentatorischen Rückblick.

Teilnehmerinnen Initiativen: Allianz für Substanz | Architekt Klaus Gruber und Künstlerin Katharina Struber | Architektur in progress | Autarc.net | Bauen ohne Boden | Bink Initiative Baukulturvermittlung für junge Menschen | BMK - Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie | BMKÖS - Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport | Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen | Caramel Architekten | GAT.news - Gesellschaft Architektur Transformation | Greenpeace | Grüner Klub im Parlament | die Grünen Favoriten Wien | Grüner Rathausklu

Das geht uns alle an!
_Anita Kavazovic, Petra Kickenweitz, Bericht

Zukunft gesucht

Wie die Richter-Schule genutzt werden soll, weiß noch niemand...
Infobox

Die Doppelhauptschule am Penzinger Kinkplatz von Helmut Richter polarisierte wie kaum ein anderer Bau, sie mobilisierte aber auch die Architektenszene in ungeahnter Einigkeit. Seit 2017 stand sie leer, seit 24. Jänner 2024 steht sie rechtskräftig unter Denkmalschutz, Anfang Mai lobte die Wiener Standortentwicklungs GmbH (WSE) ein Konzeptverfahren aus. Mit einem Resultat ist Ende des Jahres zu rechnen.

Kontakt
Speerspitzen des ambitionierten Schulbaus
_Isabella Marboe, Bericht

MEHR Raum für Ortsbildschutz

Vom Forum zur Zukunft der Grazer Baulandschaft unter dem neuen Steirischen Ortsbildgesetz.
Infobox

Expert:innen haben es begutachtet. Zeitungen haben darüber berichtet. Damit ist es an der Zeit, das umherschwirrende Steirische Ortsbildgesetz auch in großer Runde zur Diskussion zu stellen. Davor informieren Expert:innen aber noch aus Grazer Perspektive über den Status Quo des Ortsbildschutzes und den geplanten Gesetzesentwurf. Was sich bei all dem zeigt? Vieles passt, aber besonders mit Blick auf Graz machen sich Sorgen breit. Verbesserungsvorschläge sind da! Sie wollen nur gehört werden.

Ein Gesetz das greift?
_Jakob Bock, Bericht

Kanon Kontext Kontroversen

Ob Kanon oder nicht: Ein Diskussionsauftakt über Struktur, Balkone und Geschichte.
Infobox

Am 28. Mai 2024 diskutierten Gäst*innen aus der Architekturtheorie und -geschichte am Podium in einer und mit einer gut gefüllten Kroneshalle. Eingeladen haben das raum*f-Kollektiv (für mehr Diversität, Parität und Intersektionalität in der Architektur) und die Studienvertretung der Architekturfakultät, fakarch. Ein Symptombericht von Ramona Kraxner.

Kontakt
Ein Symptombericht
_Ramona Kraxner, Bericht

Eine Zukunft für unsere Gegenwart II.

Baukulturelles Erbe von Gebäuden des 20. Jahrhunderts
Infobox

In der Rückschau auf die Veranstaltung „Eine Zukunft für unsere Gegenwart - Teil II“ im Haus der Architektur Graz steht außer Frage, dass gegenwärtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Bauten des späten 20. Jahrhunderts unabdingbar ist. Im Zuge von vier Kurzvorträgen sowie einer anschließenden Diskussion unternahm Maik Novotny in der Moderatorenrolle den Versuch, Antworten auf die in der Ankündigung gestellte Frage „Wie sollten wir mit dem baukulturellen Erbe von Gebäuden des späten 20. Jahrhunderts umgehen?“ zu finden.

Diese Veranstaltungsreihe findet im Rahmen der Architekturtage statt.

 

Kurzvorträge im Rahmen der Architekturtage
_Stefanie Weinrauch, Bericht

Aussichtsarchitektur ohne Aussicht?

Zur Bedeutung der Villa Luginsland von Adalbert Pasdirek-Coreno
Infobox

Die geplante Verbauung des Gartens der denkmalgeschützten Villa Luginsland in Laßnitzhöhe mit einer terrassierten Wohnanlage hat in den letzten Jahren für Aufregung gesorgt. Um dem von vielen Bürger:innen und Fachleuten als mangelhaft kritisierten Gutachten des Ortsbildsachverständigen, der für das Bauvorhaben grünes Licht gab, entgegenzutreten, gab der Gemeinderatsklub der SPÖ Laßnitzhöhe im März 2024 beim Grazer TU-Professor Anselm Wagner ein Gegengutachten in Auftrag, das nun vorliegt. Darin werden die Schlussfolgerungen des Ortsbildgutachtens, dass das geplante Bauvorhaben sich in das Orts- und Landschaftsbild einfügen und die Villa Luginsland und ihre Aussicht nicht beeinträchtigen würde, scharf zurückgewiesen. Wir bringen im Folgenden jene Passagen des Gegengutachtens, die sich mit der architekturhistorischen Bedeutung der Villa auseinandersetzen.

Kontakt
Gutachten Villa Luginsland
_Anselm Wagner, Bericht

Zukunft Stadtökologie

Der StadtDialog Graz #07 am 4.4.2024
Artikelverweise
Infobox

Stadtökologie betrachtet Städte als komplexe Ökosysteme, in denen eine Vielzahl von Lebensformen, wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen, existieren. Diese Disziplin untersucht, wie städtische Strukturen und Prozesse die Ökosysteme beeinflussen und umgekehrt, wie Ökosysteme das städtische Leben prägen.

Dazu zählt die Betrachtung der Vielfalt an Lebensformen in städtischen Gebieten, von natürlichen Lebensräumen wie Parks und Grünanlagen bis hin zu künstlichen Umgebungen wie Dächern, Straßenrändern und Gebäuden. Ein zentraler Fokus liegt auf der Analyse, wie städtische Entwicklungen die Umwelt beeinflussen, einschließlich Themen wie Luftverschmutzung, Bodenversiegelung, Wasserverbrauch, Energieverbrauch und Abfallmanagement.

Kontakt

Tipp: Sie möchten die Impulsvorträge und die Diskussion des StadtDialogs #7 im Detail verfolgen und sich ein eigenes Bild machen von dem Thema Stadtökologie? Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und steht zeitnah auf der Homepage des HDA zum Nachhören bereit. Link folgt …

Landschaft als Kapital
_Nelly Sanjta, Bericht

Zum Wesen ortloser Erinnerung

„Soziale“ Repräsentationen des Kollektivs
Infobox

Am Samstag, dem 20. April wurde die diesjährige und damit 60. Kunstbiennale in Venedig eröffnet. Gezeigt werden in der Hauptausstellung unter dem Titel „Foreigners everywhere“ vor allem Kulturtransfers zwischen Nord und Süd, die aufgrund räumlicher Trennung der Menschen voneinander die verschiedenen Völker, Ethnizitäten und Nationen bedingen. Kuratiert von Adriano Pedrosa, Leiter des Museu de Arte São Paulo, finden sich Werke 331 Kunstschaffender aus 80 Ländern an „einem“ Ort versammelt – dem Zentralpavillon in den Giardini und den Hallen des Arsenale. Den Beginn macht jeweils ein Werk, das als Metapher für Reise und Migration steht.

Kontakt
Kunstbiennale Venedig
_Bettina Landl, Bericht

„Meine Passion ist die Stadt!“

Dichte Stadt, die gleichzeitig Natur ist!
Artikelverweise
Infobox

Der professionelle Radius von Biotope City Gründerin Helga Fassbinder ist international und gesellschaftspolitisch verankert. Seit 1975 hat sie ihren Lebensmittelpunkt in den Niederlanden, wo sie den Ruf auf den ersten Lehrstuhl für Stadterneuerung in Europa erhielt. In diesem internationalen Umfeld setzt sie sich weiterhin für eine kooperative Stadtplanung ein.

Ein kurzes Gespräch führte die GAT-Redaktion mit der interdisziplinär agierenden, emeritierten Professorin für Stadtplanung und Stadterneuerung, die seit 2006 Chefredakteurin des internationalen Online-Journals Biotope City ist.

Helga Fassbinder im Gespräch
_Redaktion GAT, Biotope City, Helga Fassbinder, Bericht

Weiße Landschaften

Eine Annäherung an die Auswirkungen des künstlichen Schnees auf die Baukultur.
Artikelverweise
Infobox

Es ist April 2024 und das Thermometer ist in den vergangenen zwei Tagen von 29°C auf 9°C abgefallen. Die Schneefallgrenze sank ruckartig auf unter 1000m und führte zu starken Schneefällen binnen weniger Stunden bis in die Alpenausläufer Österreichs. 

Sanela Pansinger stellt sich der Frage nach den Auswirkungen des Klimawandels aus einem gestalterischen und kulturellen Blickwinkel heraus. "Neben den bildhaften Vorstellungen einer idyllischen Winterlandschaft", schreibt sie, "die heute in vielen Regionen nur durch Kunstschnee möglich ist – so, wie es unsere auf Farben und Jahreszeiten ausgerichteten Blicke gewöhnt sind – stellt sich die Frage der Auswirkung der Lesbarkeit dieser Landschaft nicht nur wie gewöhnlich in Bezug auf Tourismus, Arbeitsplätze und Infrastruktur, sondern auch, wenn es um Identität, Resilienz der räumlichen Organisation und die damit verbundene gestalterische Nachhaltigkeit (1) geht."

______ Quellen

(1) Gestalterische Nachhaltigkeit, S.Pansinger, F.Prettenthaler, 2023, in www.tandfonline.com 
(2)  Der Einfluss des Landschaftswandels auf den Tourismus und die Erholung, 2016 in www.umweltbeobachtung.eu/conference/presentation
(3) Ebda.
(4) Ebda.

+
Und das nicht nur zur Winterzeit!
_Sanela Pansinger, Bericht
Netzwerktreffen
16. + 17.11.2023
 
GAT+