„Kleine Eingriffe, große Wirkung“

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Der Wohnraummangel stellt Städte in ganz Deutschland vor große Herausforderungen – auch Karlsruhe ist davon nicht ausgenommen. Ursachen, Lösungsansätze und städtebauliche Entwicklungen analysiert Simon Joa, Vorsitzender der Architektenkammer Karlsruhe-Stadt. Als Mitgründer des Büros joa • studio für architektur prägt er seit vielen Jahren die Baukultur der Region maßgeblich mit. Im Interview spricht Simon Joa über strukturelle Defizite im Wohnungsbau, die Rolle der Stadtplanung und innovative Konzepte im Umgang mit begrenztem Raum. Seine Einschätzungen geben einen fundierten Einblick in aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven des Wohnens in Karlsruhe.

 

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Karlsruhe ist eine südwestdeutsche Stadt, nahe der französischen Grenze, nicht weit von Straßburg. Sie hat etwa 310.000 Einwohnerinnen und Einwohner und sieht ähnlichen Herausforderungen wie die etwa gleich große österreichische Stadt Graz entgegen. Obwohl die Städte politisch unterschiedlich ausgerichtete Regierungen haben, leiden beide unter einem Haushaltsstopp. Karlsruhe wie Graz stehen vor großen städtebaulichen Herausforderungen. Ob man voneinander lernen kann? Sich gegenseitig füreinander zu interessieren und voneinander zu lesen, ist ein Anfang.

Die Chancen des Bestands in Karlsruhe
_Lea Großmann, KIT - Karlsruher Institut für Technologie, Interview

Das Berufsbild verändert sich

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Simon Joa, Vorsitzender der Kammergruppe Karlsruhe-Stadt der Architektenkammer Baden-Württemberg, spricht im Interview über den Wandel eines Berufsbilds zwischen Digitalisierung, Bürokratie und Marktverdrängung

Die Architektur steht unter wachsendem Druck: Neue Bauordnungen und gesellschaftliche Erwartungen machen aus dem einstigen Generalisten-Beruf eine komplexe Schnittstellenfunktion. Doch wie reagieren Architekt:innen selbst auf diese Veränderungen? Und welche Rolle spielt dabei die Architektenkammer? Im Gespräch mit Simon Joa, dem Vorsitzenden der Architektenkammer Karlsruhe-Stadt, wird deutlich: Der Beruf wandelt sich und die Baden-württembergische Kammer ist entschlossen, diesen Wandel mitzugestalten.


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Karlsruhe ist eine südwestdeutsche Stadt, nahe der französischen Grenze, nicht weit von Straßburg. Sie hat etwa 310.000 Einwohnerinnen und Einwohner und sieht ähnlichen Herausforderungen wie die etwa gleich große österreichische Stadt Graz entgegen. Obwohl die Städte politisch unterschiedlich ausgerichtete Regierungen haben, leiden beide unter einem Haushaltsstopp. 
Karlsruhe wie Graz stehen vor großen städtebaulichen Herausforderungen. Ob man voneinander lernen kann? Sich füreinander zu interessieren und voneinander zu lesen, ist ein Anfang.

Architekt:innen zwischen Idealbild und Realität
_Finn Jäger, KIT - Karlsruher Institut für Technologie, Interview

Stadtumbau als Chance

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Wie verändert sich eine Stadt, wenn Großprojekte abgeschlossen, Einkaufsstraßen umgebaut und öffentliche Räume neu gedacht werden? Simon Joa, Vorsitzender der Architektenkammer Karlsruhe-Stadt, spricht im Interview über die Herausforderungen und Chancen der Karlsruher Innenstadt, die Folgen von Onlinehandel und Baustellen – und erklärt, warum gerade kleine Impulse große Wirkung entfalten können. Er fordert unkonventionelle Ideen zur Belebung des öffentlichen Raums.

Simon Joa studierte Architektur am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und gründete 2012 gemeinsam mit Stefanie Joa das Büro joa . studio für Architektur in Karlsruhe. Ab 2014 war er Mitarbeiter an der Professur Stadtquartiersplanung des KIT. 2022 wurde er Vorsitzender der Kammergruppe Karlsruhe-Stadt der Architektenkammer. 2024 wurde Joa in den Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) berufen.

Karlsruhe sucht den roten Faden
_Leon Raithel, KIT - Karlsruher Institut für Technologie, Interview

Am kühlen Wienerwaldbach: Eine Utopie?

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Angesichts steigernder Anforderungen an Hochwassersicherheit und allgemeiner Klimaveränderungen bergen Wiens Wasserläufe großes Potenzial. Die 2025 der Öffentlichkeit präsentierte Studie „ProBACH“ eines interdisziplinären Forschungsteams aus dem Institute of Building Research & Innovation, Weatherpark, BOKU SIG (Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz) und BOKU IBLB für Wasserbau und Ingenieurbiologie sieht in einer Wiederherstellung der bis ins 19. Jahrhundert eingewölbten Wienerwaldbäche mehr als eine Utopie.

ProBACH kurz erklärt:

An einem Bächlein helle …
_Christine Müller, Interview

Modelle sozialen Zusammenlebens neu erfinden

19. Architektur Biennale Venedig – Österreich Pavillon: Agency for Better Living – Teil 2
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Wien – Rom: ein soziologischer und urbanistischer Vergleich zweier Hauptstädte. Österreich interpretiert das allgemeine Thema – Intelligens – der Biennale 2025, indem es in seinem Pavillon eine „Agency“ für ein besseres Leben „eröffnet“, um Ideen auszutauschen und soziale Experimente zu verhandeln. Eine im Wesentlichen originelle Art, einen gemeinsamen und grundlegenden Aspekt des Lebens zu untersuchen: das Wohnen im Schatten und am Rande der Gesellschaft oder weit darüber hinaus. Kurator:innen der Ausstellung sind drei Architekt:innen und Lehrende, einer von ihnen ist der Italiener Lorenzo Romito, Erforscher der antiken und zeitgenössischen Realität Roms.

Lesen Sie auch den 1. Teil der Gespräche mit dem Kurator:innenteam des Österreich Pavillons Agency for Better Living >>>

Im Gespräch mit Kurator Lorenzo Romito
_Franco Veremondi, Christine Müller, Interview

Der Traum vom inklusiven Leben

19. Architektur Biennale Venedig – Österreich Pavillon: Agency for Better Living – Teil 1
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Wien und Rom, zwei europäische Hauptstädte im Vergleich, zwei unterschiedliche Realitäten, erzählt von einem dreiköpfigen Kurator:innenteam, das in beiden Städten ein konkretes Element der menschlichen Existenz untersucht: das Wohnen. Also die Stadt.

Lesen Sie auch den 2. Teil der Gespräche mit dem Kurator:innenteam des Österreich Pavillons Agency for Better Living >>>

Im Gespräch mit Sabine Pollak und Michael Obrist
_Christine Müller, Interview

Architektur ist (auch) weiblich

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Frida Grahn ist gelernte Architektin und praktizierende Architekturhistorikerin. Die Rezeption der Postmoderne in der Schweiz wurde zum Thema Ihrer Doktorarbeit, eine Wahl, die sie mit einer besonders interessanten Persönlichkeit zusammenbringen sollte, mit Denise Scott Brown. Ihr hat sie ein Buch gewidmet. Wir haben Frida Grahn zum Gespräch getroffen.

Frida Grahn und die Leidenschaft, über Architektur zu schreiben.
_Christine Müller, Interview

Not macht erfinderisch

Nicole Schwarz vom Birkhäuser Verlag über das Büchermachen und ihren Bezug zur Architektur
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Architektur, Künstliche Intelligenz und die vielfältigen Möglichkeiten der Vermittlung und kritischen Auseinandersetzung stand im Rahmen der Architekturtage 2024 auf dem Programm einer Abendveranstaltung, zu der das Institut für Grundlagen der Konstruktion und des Entwerfens der TU Graz (KOEN), GAT.news gemeinsam mit dem Birkhäuser Verlag und dem Haus der Architektur eingeladen hatten. Mit dabei Nicole Schwarz, Presse- und Marketingverantwortliche für den Bereich Kunst- und Architektur im Birkhäuser Verlag, die wir im Anschluss zum Gespräch trafen. 

Totgesagte leben länger oder Ode an das gedruckte Buch
_Christine Müller, Interview

Das Kluge steckt im Einfachen

Oder warum der Bauforscher Friedrich Idam sein Wissen über baukulturelles Erbe gerne zur Verfügung stellt
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Friedrich Idam lebt in Hallstatt. Sein Haus ist nur über einen schmalen steilen Fußweg erreichbar und schmiegt sich an eine schroffe Felswand, die nicht nur spektakulär aussieht, sondern auch für angenehmes Wohnklima sorgt. Als Bauschaffender und Bauforscher sind dem Fachmann für traditionelle authentische Konstruktionsmethoden und Materialien Baukultur und Denkmalschutz wichtige Anliegen. Mit der 2023 gegründeten Plattform „Simple Smart Buildings“ versucht Idam mit seinem Projektpartner Günther Kain altbewährten Baumaterialien und -techniken mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. In unserem Gespräch im Rahmen der interventa Hallstatt 2024 durften wir erfahren, wie viel Spaß es ihm bereitet, – nicht nur in seinen Podcasts – Erfahrungen und Überzeugungen mit anderen zu teilen.

Bauforscher Friedrich Idam im Gespräch
_Christine Müller, Interview

Hallstatt, die Spitze des Eisbergs

Gedanken zum touristischen Ausverkauf eines baukulturellen Juwels
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Der studierte Architekt und Bauforscher Friedrich Idam ist einer der 700 ständigen Bewohner der Weltkulturerbestadt Hallstatt. Er fürchtet, dass vom städtebaulich außergewöhnlichen Kleinod durch die überbordenden und die Strukturen belastenden Touristenströme aus aller Welt, nur eine nicht mehr bewohnbare Hülle zurückbleiben wird. Als Sprecher der Bürgerliste engagiert sich Idam in Hallstatt daher intensiv gegen die schmerzhaft wahrnehmbaren und stetigen Verwundungen des überbordenden Tourismus. Christine Müller traf ihn anlässlich des Symposiums interventa Hallstatt 2024 zum Gespräch.

________Quellen

*) Statistik Austria (abgestimmte Erwerbsstatistik 2019)

Ausverkauf der Weltkulturerbestadt
_Christine Müller, Interview
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