10/07/2024

"Wir waren junge Erwachsene, die in Bars gesessen sind und gemeinsam über den Unialltag und die aktuellen architektonischen Themen diskutiert haben." 

Mittlerweile sind Mies. Magazin und Mies. TV. eine international vernetzte und weltweit agierenden Gruppe von Architek*innen und Medienschaffenden geworden. Auf dem Netzwerktreffen von GAT+ im November 2023 haben sie einen starken Eindruck hinterlassen. 

Der Architekturfilm "Beyond Eternity" des Regisseurs und Mies.TV Mitbegründers Arian Lehner, erlebte kürzlich seine Weltpremiere in Wien und wird am 12. Juli 2024 im Burgenland gezeigt.

10/07/2024

Tallin Biennale, Exhibition space filmstill, ©miestv.com

Das Team von Mies. Magazin, ©miestv.com

Architekturvermittlung darf nicht nur zwischen Architekt*innen passieren. Dieser Meinung waren wir als junge Student*innen, als wir uns Kamera und Mikrofon schnappten und mit Mies. Magazin begannen, Fragen aus unserer studentischen Sicht zu stellen.

Wir waren keine Student*innen, die in Bibliotheken saßen und in historischen Architekturbüchern den Sinn der Architektur gesucht haben. Wir waren junge Erwachsene, die in Bars gesessen sind und gemeinsam über den Unialltag und die aktuellen architektonischen Themen diskutiert haben.

Den Rest der Zeit haben wir vor unseren kleinen quadratischen Handy-Screens auf YouTube und diversen Social Media Plattformen verbracht. Mit dem Mies. Magazin wollten wir unserer Generation und allen Interessierten die bunte Architekturwelt in all ihren Facetten aus unserem Blickwinkel näher bringen.

Dafür sind wir in Architekturbüros gegangen, haben Studierende an den verschiedensten Architekturfakultäten interviewt und auch den verwandten Architekturdisziplinen eine Bühne geboten. Die daraus entstandenen Interviews und Begegnungen waren eine Reise in eine Architekturwelt fern von Fachbegriffen, spezifischen Geschichtsreferenzen und baupolitischen Abhandlungen. 

Durch das Verbreiten dieser Inhalte im digitalen Raum waren uns weder räumliche noch zeitliche Grenzen gesetzt – so ist ein niederschwelliger und leichter Zugang zur komplexen Architekturwelt entstanden, der überall und immer von jeder und jedem geschaut werden konnte. Regelmäßige Screenings der produzierten Inhalte in einem kleinen Wiener Kinosaal haben neben dem Online Format auch einen physischen Raum zum gemeinsamen Diskutieren geschaffen. Mit dem Mies. Festival, unserer jährlichen großen Architekturveranstaltung, wurde dieser sogar auf eine neue Ebene gehoben – hier gab es statt Heavy Metal Songs Architekturvorträge und -screenings und statt Fan-Merchandise gab es Architekturzeitschriften zu gewinnen.

Durch die Online Verbreitung sind auch Architekturstudierende außerhalb von Österreich auf das Mies. Magazin gestoßen. Mit tausend Fragen im Gepäck haben sich so weitere Mies.-Teams gegründet; in London, Paris, Mexico City, Bratislava, Rotterdam und Stuttgart. Zusammen wurden wir zu Mies. TV und haben unsere Online Mediathek mit internationalen Themen und Inhalten erweitert.

Über die vergangenen Jahre haben wir uns als Produzent*innen trotz identem Studiengang alle in verschiedene Richtungen der Architekturwelt entwickelt und sind in den unterschiedlichsten Jobs tätig. Aus diesem Grund gelingen neue Blickwinkel auf das breite Feld der Architektur, was das Mies. Magazin heute noch viel bunter und diverser gestaltet. 

Der momentane Wandel im Architekturgeschehen, um auf die Klimakrise und aktuelle Themen und Fragen zu reagieren, verlangt es weiterhin, hinterfragt zu werden. Mit ganzen TV-Serien, längeren Dokumentarfilmen, kurzen Videos, Instagram Live Streams und TikTok Reels wollen wir den niederschwelligen Zugang zur Welt der Architektur auch zukünftig ermöglichen.

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