Der Staatspreis Architektur hat das Ziel, architektonische Projekte im Bereich der gewerblichen Wirtschaft auszuzeichnen, die in wechselnden thematischen Schwerpunkten wichtige Akzente und Impulse setzen. Durch die Auszeichnung hervorragender architektonischer Lösungen soll auf die Bedeutung einer anspruchsvollen Gestaltung auch als Impulsgeber für ihre Region hingeweisen werden. Der Staatspreis 2018 wurde in den Kategorien Verwaltung und Handel ausgelobt.
Aus den eingereichten Projekten hat die Jury 15 Projekte ausgewählt und vor Ort besichtigt. Von diesen wurden am 19. September 2018 sieben Projekte mit einer Nominierung zum Staatspreis ausgezeichnet, davon zwei mit dem Staatspreis geehrt. Ein Projekt wurde darüber hinaus mit einem Sonderpreis gewürdigt.
Staatspreisträger 2018
Kategorie Verwaltung:
- Post am Rochus, Wien
Architektur: Schenker Salvi Weber Architekten mit feld72 Architekten
Bauherr: Österreichische Post AG
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat sich die Post für einen Verbleib in der Innenstadt entschlossen. Das Gebäude kombiniert gekonnt Alt und Neu. Als Bürokonzept hat man sich durchgängig für den Großraum entschieden, gut gegliedert und um Rückzugsmöglichkeiten ergänzt. Die Post ist kein Amt mehr, sondern vor allem ein innovatives Logistikunternehmen, in dem Kommunikation eine zentrale Rolle spielt. (Auszug Jurybegründung)
Kategorie Handel:
- M1 Einkaufszentrum Mittersill, Salzburg
Architektur: Architekten DI Rainer Köberl mit Paul Pointecker
Bauherr: MPREIS Warenvertrieb
Das Gebäude ist raffiniert in die Landschaft gesetzt. Fahrzeuge können darunter parken und die Besucherinnen und Besucher werden über großzügige Treppen und Lifte nach oben geführt. Dort befindet sich eine überdachte und begrünte Zone, von der aus die Geschäfte begehbar sind. Dachpaneele aus durchsichtigem, bunten Kunststoff tauchen diesen Bereich in ein geheimnisvolles Licht. (Auszug Jurybegründung)
Sonderpreisträger 2018
- Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen
Hall in Tirol
Architektur: Architekturbüro Franz&Sue
Bauherr: Land Tirol, Amt der Tiroler Landesregierung, Gruppe Bau und Technik, Abteilung Hochbau
Die Jury würdigte das Projekt als eine singuläre Bauaufgabe. Mit dem Engagement eines öffentlichen Bauherrn erfolgt eine wichtige Aufwertung des Bereichs Wissenschaft. Das Gebäude überzeugt mit seiner Formensprache und ist ein interessanter Beitrag zum zeitgenössischen Kulturbau mit hybrider und räumlich spannender Nutzung. (Auszug Jurybegründung)
Nominierungen 2018
- Bürogebäude Püspök Group, Burgenland
Architektur: ad2 architekten
Bauherr: Püspök Group
- ERSTE Campus, Wien
Architektur: Henke Schreieck Architekten
Bauherr: Erste Group Bank AG
- MIBA Forum, Oberösterreich
Architektur: Delugan Meissl Associated Architects
Bauherr: Miba AG
- ÖAMTC Mobilitätszentrum, Wien
Architektur: Pichler & Traupmann Architekten
Bauherr: ÖAMTC
- Pah-Cej-Kah – Büro- und Geschäftshaus
Deutsch-Wagram, NÖ
Architektur: PPAG architects
Bauherr: AC Wohnen (RP Projektentwicklung
Jury 2018
– Dr. Iris Daniela Auerbach, Geschäftsführung Auerbach Management
– Arch. DI Christian Aulinger, Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen | arch+ing
– Bundesspartenobmann KommR Peter Buchmüller, WKO
– Dr. Wolfgang Kos, Kulturpublizist und ehem. Direktor Wien Museum
– Ao. Univ.-Prof. DI Dr. Christian Kühn, Architekturstiftung Österreich
– Architekt DI Holger Schmahl, Eurocres Consulting GmbH, Berlin
– MR Mag. Gerlinde Weilinger, BM Wissenschaft, Forschung + Wirtschaft