13/10/2015

Neuer Fachbeirat für Baukultur in Graz

Marta Schreieck geht –
Gerhard Sailer kommt.

Grazer Baukultur-Fachbeirat aktuell:
_ Arch. DI Rüdiger Lainer, Fachbeiratsvorsitzender
_ Arch. DI Much Untertrifaller, stellvertretender Fachbeiratsvorsitzender
_ Arch. DI Patricia Zacek-Stadler
_ Arch. DI Christoph Pichler
_ Arch. DI Gerhard Sailer

13/10/2015

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, der stellvertretende Fachbeiratsvorsitzende Arch. DI Much Untertrifaller, der neue Beirat Arch. DI Gerhard Sailer, der Fachbeiratsvorsitzender Arch. DI Rüdiger Lainer und Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle. (v. l.)

©: Stadt Graz/Foto Fischer

Nach dreieinhalb Jahren machte die stellvertretende Vorsitzende Arch. Mag. Marta Schreieck in dem wichtigen Gremium Platz für den Salzburger Architekten DI Gerhard Sailer.

Seit der Installierung des Grazer Fachbeirats für Baukultur, der seit dem Jahr 2012 Projekte über 2.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche außerhalb der Altstadt-Schutzzone bewertet und dabei zahlreiche Verbesserungen vorgeschlagen und durchgesetzt hat, war die renommierte Architektin Marta Schreieck als stellvertretende Vorsitzende tätig gewesen. Wie in den Statuten vorgesehen, werden die FachbeirätInnen zur Wahrung der Unvoreingenommenheit periodisch ausgetauscht – Martha Schreieck, die an zwölf der bisher 22 Beiratssitzungen teilgenommen und dabei viermal den Vorsitz innegehabt hatte, zog sich am 7. Oktober 2015 aus dem Gremium zurück.

Neu im Grazer Fachbeirat für Baukultur ist jetzt der 60 Jahre alte Salzburger Architekt DI Gerhard Sailer, der als international anerkannter „Preise-Hamsterer" das Gremium komplettiert. Vorsitzender bleibt Arch. DI Rüdiger Lainer, zu seinem Stellvertreter rückt laut einstimmigem Beschluss Arch. DI Much Untertrifaller auf.
 
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle würdigten bei der gestrigen „Hofübergabe" den Fachbeirat als unverzichtbares Instrument zur Wahrung der Qualität neuer Großvorhaben außerhalb der Altstadtzone. Auch Marta Schreieck habe in den dreieinhalb Jahren ihres Wirkens durch ihren Einsatz Meilensteine zur Stärkung der Baukultur gesetzt. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass die gebürtige Innsbruckerin in den vergangenen Jahren in mehreren Architektur-Wettbewerbsverfahren nach dem Grazer Modell als Jurorin ihr großes Fachwissen eingebracht hat.

Gerhard Sailer
Das neue Fachbeirats-Mitglied Arch. DI Gerhard Sailer, geboren in Salzburg, ist als Beirat schon ein „alter Hase": Er hat bereits Erfahrung als Gestaltungsbeirat in den Städten Innsbruck, Vöcklabruck, Gmunden und Steyr. Mit seinem Architekturbüro HALLE 1 erzielte er bei 66 Wettbewerbsteilnahmen nicht weniger als 25 erste Preise – und all diese Entwürfe wurden oder werden tatsächlich realisiert.
Sailers Liste der Anerkennungen sprengt ohnehin alle Listen – ein Auszug: Preis für Zeitgemäßes Bauen in der Salzburger Altstadt, Preis für Zukunftsorientiertes Soziales Wohnen, Altstadtpreis Kategorie Stadtbild, Salzburger Landesarchitekturpreis 2004, Österreichischer Museumspreis, Otto Wagner Städtebaupreis, Bauherrenpreis der ZV Österreich und Europäischer Stahlbaupreis. Fortsetzung folgt bestimmt.

Elisabeth Lechner

Ich bin beeindruckt von dem Foto mit 100% Männern.
Sehr bedauerlich, dass in diesem Gremium Fachfrauen nun nicht mehr vertreten sind. Aber scheint niemanden zu kümmern

Di. 13/10/2015 1:20 Permalink
Michaela wamba…

Laut Statuten wäre nach 3 Jahren Schluss!
"Nach einer Periode von 1,5 Jahren können die Mitglieder noch einmal für diesen Zeitraum verpflichtet werden. Spätestens dann wird der Beirat neu besetzt. Der Besetzungsvorschlag kommt übrigens von Stadtbaudirektion und Stadtplanungsamt", hielt ich in meinem Artikel vom 23.11.2011 fest. Aber hallo, wieso also jetzt diese Sesselkleberei?? Rüdiger Lainer, der als Vorsitzender im Beirat in Wien ziemlich auf der (Qualitäts-) Bremse stehen soll, bleibt sogar noch, obwohl Mitgliedszeit weit überzogen (3 Jahre + 9 Monate bisher). Marta Schreieck geht nach 3,5 Jahren. Und ich vermute, die Ersatzjurorin, die in dem Bericht nicht erwähnt wird, ist auch seit Anbeginn dabei. Ich hätte im GAT gerne gelesen, was der Fachbeirat der Stadt Graz bisher gebracht hat. Beispiel Siegerprojekt WB Hüttenbrennergasse: Es drängt sich mir die Frage auf, wie ein Projekt mit dieser Jurybeurteilung gewinnen kann und wozu Arch. Much Untertrifaller in der Jury war? Hier ein Auszug aus der Siegerprojektbeurteilung (unglaublich! Wozu Gestaltungsqualität? Wozu Wettbewerb?): "Das Gebäudevolumen ist routiniert durchgearbeitet, wenn gleich etwas beliebig, ebenso die gewählte Setzung in der Mitte des Grundstückes. Ein adäquates Eingehen auf den spezifischen Ort wird etwas vermisst. Die Orientierung des Foyers in die Tiefe des Baukörpers und der damit verbundene schmale Anteil an der Straßenfassade werden bedauert. Alles in allem eine sehr gut funktionierende, ökonomische und angemessene Lösung der gestellten Aufgabe auf hohem Niveau ohne architektonische Höhepunkte." Gute Nacht Fachbeirat, gute Nacht Wettbewerbswesen!

Do. 15/10/2015 9:54 Permalink
Peter Laukhardt

wurden also "zahlreiche Verbesserungen vorgeschlagen und durchgesetzt"! Ach ja, Österreich ist ja das letzte zivilisierte Land, in dem die Amtsverschwiegenheit noch in der Verfassung steht.

Mi. 14/10/2015 12:48 Permalink
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