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Innsbruck, Tirol

Einladung, Land Tirol

Termin: Fr, 09.01.2026, 10-19 Uhr
Ort: Großer Saal im Landhaus 1, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, 6020 Innsbruck 

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich bis 19. Dezember 2025, siehe Link unten

Von 2009 bis 2012 fanden auf Initiative des damaligen LH-Stv. und Wohnbaureferenten Hannes Gschwentner vier "Tiroler Wohnbausymposien" statt. Die damals gestellten Fragen nach zukunftsfähigen Wohnformen und Strategien des Zusammenlebens im urbanen und ländlichen Kontext haben auch heute nichts an Aktualität verloren. Insofern war es naheliegend, im Rahmen der aktuell im aut gezeigten Ausstellung "geld . macht . raum . Über die Ökonomie des Wohnens" diese Fragen erneut in einem mit dem Land Tirol veranstalteten Symposium aufzugreifen. "Wohnen Morgen" stellt – gegliedert in drei Themenblöcken und anhand von Best-Practice-Beispielen – Strategien, Wohnmodelle und Quartiersentwicklungen vor und lädt zum interdisziplinären Austausch mit lokalen Akteur:innen.

Im ersten Block stehen Politik und Strategien im Zentrum. Andreas Hofer, Intendant der IBA'27 in der Stadtregion Stuttgart, stellt die Frage nach Hebeln für eine Wohnraumwende, die sozial gerecht den Übergang in eine Gesellschaft der Genügsamkeit einleitet. Dabei gibt er Einblick in das Konzept der IBA '27, die mit klugen und mutigen Bauprojekten zeigen möchte, wie das Zusammenleben, Wohnen und Arbeiten in der Stadtregion Stuttgart zukünftig funktionieren kann. Cord Soehlke, Baubürgermeister von Tübingen und damit einer in vielen Belangen mit Innsbruck vergleichbaren Stadt, zeigt auf, welche Strategie die Universitätsstadt seit über 30 Jahren in der Quartiers- und Stadtentwicklung verfolgt, damit bunte und lebendige Stadteile entstehen konnten.

Im zweite Themenblock werden anhand von Best-Practice-Beispielen alternative Wohnmodelle vorgestellt. Werner Neuwirth erläutert anhand des Atelierhaus C21, wie durch die Ausnutzung einer Grauzone der Bauordnung ein nutzungsneutraler Rahmen für unterschiedliche Lebensvorstellungen und Tätigkeiten entstehen konnte. Katharina Bayer (einszueins Architektur) stellt ausgehend vom Wohnprojekt "Die Auenweide" – ein Beispiel für leistbaren und gemeinschaftsorientierten Wohnraum in Niederösterreich – Planungsinstrumente und -prozesse vor, die das auf Baugruppen und kooperative Stadtprojekte spezialisierte Büro einszueins Architektur verfolgt.

Beispiele für Quartiersentwicklungen werden im dritten Block behandelt. Ulf Rössler (dressler mayerhofer rössler architekten) präsentiert die aus 24 Atriumhäusern und 2 Punkthäusern sowie Gemeinschaftseinrichtungen und kollektiv nutzbaren Dachgärten bestehende, ökologische Mustersiedlung "Der kleine Prinz" in München und zeigt auf, wie durch einen koordinierten Partizipationsprozess mit Bauherr:innen ein ganzes Quartier entwickelt werden kann. Elmar Ludescher und Philip Lutz sprechen anhand von zwei Projekten über zukunftsweisende Wohnkonzepte in kleinstrukturierten Siedlungen: Zum einen den Neubau "Wohnen im Quartier Säge" in der Stadtmitte von Hohenems, der in Maßstab, Materialität und Form lokale Bautraditionen aufgreift, zum anderen "Ernas Haus",  ein Co-Living Angebot für Studierende am Winderhof im alten Dornbirner Stadtteil Oberdorf.

Mehr zum Programm siehe Link zur Veranstaltung!

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