Vortrag, Ausstellung, Film, Gespräch, Rundgänge
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Krems, Niederösterreich

Archiv der Zeitgenossen Krems – © Lukas Roth

Termin: Fr, 12.06.2026, 14:30 bis 19:30, genaueres siehe Programm
Ort: div. Orte in Krems, siehe Programm

Am 26. Mai 2026 wird Adolf Krischanitz 80 Jahre alt. Anlass genug, innezuhalten – nicht mit musealem Pathos, sondern mit Aufmerksamkeit für ein Werk, das sich nie bloß als Baukunst verstand, sondern als geistige Praxis. Die Kooperationsveranstaltung von ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich mit dem Archiv der Zeitgenossen, der Kunsthalle Krems und dem Kino im Kesselhaus widmet dem Architekten, Denker und Gestalter eine Veranstaltung, die den Blick auf sein Schaffen in Niederösterreich richtet – auf jene Bauten, die sich tief ins kulturelle Gedächtnis des Landes eingeschrieben haben. Denn Krischanitz hat hier nicht einfach gebaut. Er hat Räume des Denkens, des Zeigens, des öffentlichen Lebens geschaffen. 

Räume, die nicht beeindrucken wollen, sondern einladen: zum Wahrnehmen, zum Verweilen, zum Nachdenken. Die Kunsthalle Krems, hervorgegangen aus einer ehemaligen Tabakfabrik, ist ein solches Beispiel – ein Ort, an dem Transformation nicht Zerstörung meint, sondern behutsame Weiterentwicklung. Architektur wird hier nicht zur Geste, sondern zur Haltung. Ein anderer, nicht minder bedeutender Ort: das von Krischanitz geplante Archiv der Zeitgenossen – ein Haus für das geistige und künstlerische Erbe, dem er auch persönlich verbunden ist.

Dass ein Teil seines eigenen Vorlasses bereits dort Eingang gefunden hat, ist ein stilles Vermächtnis: das Bewahren nicht als Rückblick, sondern als Weitergabe. Als Angebot an kommende Generationen, sich mit dem auseinanderzusetzen, was an architektonischem Denken zwischen Skizze, Text und gebautem Raum entstehen kann.

Auch wenn Adolf Krischanitz heute nicht mehr aktiv entwirft, behält sein Werk eine ungebrochene Strahlkraft. Es steht – in Material, in Raum, in Erinnerung. Sein Einfluss wirkt weiter, weil er nicht an Formen gebunden ist, sondern an Prinzipien: an Genauigkeit, Kontextbezug, Reduktion und Autonomie des Denkens.

Diese Veranstaltung ist eine Würdigung. Sie ist eine Einladung, das Werk von Adolf Krischanitz als das zu sehen, was es ist: ein Beitrag zur Baukultur, der über Räume hinausweist – in Diskurse, in Haltungen, in Möglichkeiten. Seine klar konturierten, oft minimalistisch anmutenden Bauten zeigen, wie viel Kraft in der Konzentration liegen kann. Wie viel Öffentlichkeit in einer stillen Form. Und wie Architektur – jenseits von Mode, Material und Maßstab – ein Ort des Denkens bleibt.

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Eine Veranstaltung im Rahmen der Krischanitz Vorlass-Gemeinschaft:
Az W – Architekturzentrum Wien, MAK – Museum für angewandte Kunst, Archiv der Zeitgenossen in Krems, gta-Archiv ETH Zürich

Die Teilnahme an den Programmteilen 1) und 2) ist kostenfrei.
Anmeldung Programmteile 1) und 2) kostenlos unter https://rebrand.ly/rn4phf0
für Programmteil 3) kostenlose Zählkarten unter >> Kino im Kesselhaus
Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Veranstaltung Fotos gemacht und zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Dokumentation verwendet werden.

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