Termin: Fr, 19.06.2026, 18:00 Uhr
Ort: HDA – Haus der Architektur, Mariahilferstraße 2, 8020 Graz
Das Werkstattgespräch markiert den Übergang vom prozesshaften, offenen Labor zur fertigen Ausstellung „Stadtabdrücke – Landabläufe“. An diesem Abend ziehen die Architekturkollektive asphalt und circa. eine erste Zwischenbilanz ihrer Recherchen im HDA und diskutieren methodische Zugänge mit geladenen Gäst:innen. Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion über die Zukunft des Bauens und die Transformation unserer Materialkreisläufe.
Im Zentrum steht die Frage, wie eine neue Erhaltungskultur im Umgang mit Bestand, Materialflüssen und alltäglichen Infrastrukturen entstehen kann. Während asphalt kommunale Bauhöfe und Abfallsammelstellen im ländlichen Raum als Orte der Wiederverwendung und Logistik untersucht, richtet circa. den Blick auf übersehene Räume und Praktiken des Weiterbauens in der Stadt. Gemeinsam eröffnen beide Positionen ein vielschichtiges Bild einer gelebten Umbau- und Reparaturkultur.
Gäst:innen des Werkstattgesprächs sind Alexander Barina und Beatrice Koch, die zusammen mit Anne Femmer und Florian Summa (summacumfemmer) sowie fünf weiteren Architekt:innen das Projekt v29 ins Leben gerufen haben. Das Projekt verbindet gemeinwohlorientierten Wohnungsbau mit einer experimentell-forschenden Praxis des ökologischen Bauens. In einer Leipziger Baulücke entsteht in den kommenden Jahren ein Wohngebäude, das geförderten Wohnraum für vulnerable Gruppen schafft. Das Projekt versteht sich als Reallabor für ökologisches, partizipatives und gemeinwohlorientiertes Bauen – getragen von zivilgesellschaftlichem Engagement und in weiten Teilen als handwerkliches Kollektivbauprojekt realisiert und wird noch bis November als Teil der Bauhaus-Jubiläumsausstellung "Algen | Schutt | CO2“ in Dessau vorgestellt.
Weitere Details zum Programm siehe Link unten!
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Zur Publikation: Umbauhof – Ein Ort für die Wiederverwendung von Bauteilen
Der „Umbauhof“ ist mehr als ein Lager – er ist ein Modell für eine geteilte Infrastruktur des Umbaus. Während in der vorangegangenen Phase temporäre Pop-up-Umbauhöfe als Orte der gemeinsamen Praxis dienten, weitet der Ausstellungsfokus „Landabläufe“ den Blick auf die bestehende kommunale Landschaft. Welche Potenziale verbergen sich in steirischen Bauhöfen und Sammelstellen? Wie können diese oft unsichtbaren Orte als Motoren einer neuen Erhaltungskultur fungieren?