Grazer Kaffeehausliteratur-Stipendium: Max Höfler
Graz, Steiermark

Titelbild: Günter Brus, „Der Befehlsverweigerer", 1988        

©: manuskripte

Auch in Zeiten von Coffee-to-go und Rückzug ins Home-Office hat das Kaffeehaus als Ort der Inspiration nichts an Faszination eingebüßt. Immer noch wird, wie zu Zeiten von Josef Roth, Peter Altenberg oder Alexander Roda Roda, in Cafés geschrieben – und welcher Ort eignete sich dafür besser als das Kaffeehaus auf der Murinsel, die ja selbst, unwahrscheinlich wie eine kühne Metapher, zwischen den Ufern des Möglichen ankert?

Und so lädt das Murinsel-Café auch 2024 Schreibende, ausgewählt von der manuskripte-Redaktion, für einen bestimmten Zeitraum auf Kaffee ein. Die so entstehenden Prosaskizzen, lyrischen Impressionen und Gedankenspiele werden bei einer Lesung im Café präsentiert.

Der erste Kaffeehausliteratur-Stipendiat war im Frühsommer 2022 der „Grazer Klassiker“ Wilhelm Hengstler, ihm folgten Alhierd Bacharevic, Julia Cimafiejeva, Cordula Simon und Simoné Golschmitt-Lechner.

Mit dem Kaffeehausliteratur-Stipendium bietet Graz einem traditionellen Genre der Moderne eine zeitgenössische Plattform und erweist sich als Hauptstadt auch der Kaffeehauskultur!

Das erste Kaffeehausliteratur-Stipendium 2024 geht an Max Höfler, den begnadeten Literaturperformer aus Graz. Während der Monate Mai und Juni ist er im Café der Murinsel auf Kaffee und Kuchen eingeladen.

Am 05.06.2024 um 19 Uhr wird er dort seine während des Stipendiums entstandene „Kaffeehausliteratur“ vortragen – Überraschungen zu erwarten! Moderation: Andreas Unterweger. Eintritt frei!

 

Die Texte erscheinen in manuskripte 245 (Herbst 2024).

MAX HÖFLER, geb. 1978, lebt als freier Schriftsteller in Graz. Von 2009-2017 war er Literaturreferent des Forum Stadtparks. Seine Lesungen und Performances „erweiterter Literatur“ sind legendär und führten ihn auf weite Reisen (London, Peking, Berlin etc.). Er erhielt u. a. den Peter-Rosegger-Preis des Landes Steiermark 2012. 2024 veröffentlichte er bei Ritter den Prosaband Alles über alles – oder warum (lt. Katja Gasser „das lustigste Buch der Saison“) und unter seinem Musikerpseudonym Lil Franz das Album Chillen im Elend.

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