Als Reportage (von lateinisch reportare = berichten, melden) bezeichnet man im Journalismus unterschiedliche Darstellungsformen, bei denen der Autor nicht vom Schreibtisch aus, sondern aus unmittelbarer Anschauung berichtet. Hintergrundbericht, der einen Sachverhalt anhand von konkreten Beispielen, Personen oder deren Schicksalen anschaulich macht. Während Nachricht und Bericht Distanz wahren, geht die Reportage nah heran und gewährt auch Beobachtungen und weiteren Sinneswahrnehmungen ihrer Protagonisten Raum.

Was bringt die Auszeichnung UNESCO-Weltkulturerbe für die Stadtentwicklung?

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Im Seminar „Städtebauliche Typologien – Werkstatt Architektur-Journalismus“ beschäftigen sich Studierende an der Professur Stadtquartiersplanung mit Architekturjournalismus. Ein Schwerpunktthema 2025 war die Kurstadt Baden, seit 2021 UNESCO-Weltkulturerbe. Der Dozent Ulrich Coenen, Spezialist für Kurstädte und ihre Architektur, führte die Seminarteilnehmer:innen in einem Vortrag in das Thema europäische Kurarchitektur ein. Es folgte eine Exkursion nach Baden-Baden. Anschließend wurden drei Gespräche mit Fachleuten geführt: Nobuhiro Sonoda, Vorsitzender des Kammergruppe Baden-Baden/Rastatt der Architektenkammer Baden-Württemberg, Thomas Schwarz, Lt. Stadtbaudirektor und Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Baurecht der Stadt Baden-Baden und Dr. Eva Zimmermann, Leiterin der Abteilung Kulturelles Erbe / Welterbe der Stadt Baden-Baden. 

Selina Hofstetter hat eine Reportage über die Herausforderungen für Baden-Baden geschrieben.

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Im Seminar „Städtebauliche Typologien - Werkstatt Architektur-Journalismus: Wir schreiben über Architektur“ beschäftigen sich Studentinnen und Studenten an der Professur Stadtquartiersplanung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit Architektur-Journalismus. Dozent ist der Redakteur und Bauhistoriker Ulrich Coenen.  

Die süddeutsche Kurstadt Baden-Baden
_Selina Hofstetter, KIT - Karlsruher Institut für Technologie, Reportage

Weichen stellen für die Zukunft

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Auf dem Gelände des Universitätszentrums am Althangrund soll mit dem „Campus Althangrund“ der größte Bildungscampus Österreichs entstehen. Am 18. Dezember um 14 Uhr endete die Einreichfrist der ersten Stufe des offenen, EU-weiten Wettbewerbs. Zeitgleich brachte die „Allianz Alte WU“ eine Argumentation für Bestandserhalt und Transformation heraus.

Wettbewerb Campus Althangrund eingereicht
_Isabella Marboe, Reportage

Ein Schweigen, das Fragen aufwirft

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Der Autor Finn Jäger zeichnet in seinem Text eine lose Diskussion zwischen Architekturstudierenden am KIT über den Fall Egon Eiermann nach. Damit lädt er seine Leser:innen zur Teilnahme an der aktuell geführten Diskussion um eine adäquate Erinnerungskultur um den international bekannten deutschen Architekten ein. Aus persönlichem Bezug fragt Jäger: Eignet sich der Fall Egon Eiermann als Beispiel für einen differenzierteren Umgang mit Architekt:innen des 20. Jahrhunderts und ihren Werken?


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Im Seminar „Städtebauliche Typologien – Werkstatt Architektur-Journalismus: Wir schreiben über Architektur“ beschäftigen sich Studentinnen und Studenten an der Professur Stadtquartiersplanung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit Architektur-Journalismus. Dozent ist der Redakteur und Bauhistoriker Ulrich Coenen.  

Der Fall Egon Eiermann
_Finn Jäger, KIT - Karlsruher Institut für Technologie, Reportage

Zwischen Architektur und Vergangenheit

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Im Gebäude der Architekturinstitute am KIT sitzt man im Egon-Eiermann-Hörsaal. Wer in den Westen der Stadt Karlsruhe fährt, biegt höchstwahrscheinlich früher oder später in die Egon-Eiermann-Allee. Für viele Studierende, wie auch für die Autorin Xinyue Yu gehört das zum Alltag. In ihrer Reportage über Eiermann, stellt sie fest, dass kaum jemand dabei an die Biografie des Architekten denkt. Interessiert macht sie sich auf die Suche nach Stimmen über den Architekten, nicht nur, aber auch gerade wegen seiner Rolle in der NS-Zeit.

Karlsruhes Blick auf Egon Eiermann
_Xinyue Yu, KIT - Karlsruher Institut für Technologie, Reportage

Eiermanns Erbe: Architektur oder Erinnerungslast?

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Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war in Europa von der Ambivalenz zwischen Wiederaufbau und Umgang mit der eigenen direkten Täterschaft und Vergangenheit geprägt. Das formte auch Architekt:innen-Biografien. Nicht immer wurden bisher die Werke einzelner Architekten und Architektinnen mit deren Rolle in der nationalsozialistischen Zeit reflektiert. Der in Karlsruhe am KIT bis 1970 lehrende international bekannte Architekt Egon Eiermann ist ein anschauliches Beispiel für die Komplexität der Frage, was Werk und Autor, Bautätigkeit und politische Haltung miteinander zu tun haben. Die Studierenden der „Werkstatt Architektur-Journalismus“ widmeten sich dem bekannten deutschen Architekten und nähern sich auf unterschiedliche Art und Weise einer Positionierung gegenüber realisierter und möglicher Erinnerungskultur in ihrer Umgebung, der eigenen Hochschule.

Die Autorin Luna Baumgärtner gibt hier nicht nur einen informativen Einblick in das bauliche Werk Egon Eiermanns und seinen Lebensweg. Sie weist mit ihrem Text auch darauf hin, dass simple Namensnennungen zur Würdigung im Falle Eiermanns nicht unbedingt zu einer reflektierten Erinnerungskultur führen. Eiermann ist für Karlsruhe zwar ein Symbol der Nachkriegsmoderne, für Studierende jedoch oft nur ein Name auf einem Schild. „Vielleicht braucht es weniger eine Umbenennung als vielmehr mehr Kontext“, schreibt Baumgärtner zur aktuellen Diskussion am KIT Karlsruhe Institut of Technology um Hörsaalnamen und Straßennamen in der Stadt. Eiermann sei weder Held noch reiner Mitläufer im NS-System gewesen, sagt sie. Eine Feststellung, die sicher auch auf österreichische Architekten übertragbar wäre.

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Ist seine Ehrung noch gerechtfertigt? 
_Luna Baumgärtner, KIT - Karlsruher Institut für Technologie, Reportage

Logik für eine neue Architektur

19. Architektur Biennale Venedig 2025 – Pavillon Italien: TERRÆ AQUÆ. Die Intelligenz des Meeres
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Wir begeben uns auf eine letzte thematische Erkundungstour, bevor der Vorhang zur 19. Internationalen Architekturausstellung auf der Biennale von Venedig am 23. November endgültig fällt und behalten dabei deren vielfältigen Konzepte und Vorschläge im Auge. Exemplarisch werfen wir einen abschließenden Blick auf den weitläufigen Italienischen Pavillon, der etwas unglücklich den Schlusspunkt eines sehr langen, herausfordernden Ausstellungsparcours durch das Arsenale bildet. 

Und eine kuriose Randbemerkung sei erlaubt: Als Bereicherung des venezianische Panoramas, ist diesen November ein Delfin in die Lagune vorgedrungen. Und nun tut „Mimmo“ – so wurde er einstimmig getauft – alles, um dort zu bleiben und sich zu präsentieren, mit akrobatischen Sprüngen, die er nahe des Beckens von San Marco aus dem Wasser vollführt. Ein Deus ex machina, ein unerwarteter Beitrag zum maritimen Thema des Italienischen Pavillons. Denn sind Delfine nicht Wesen, die über eine dem Menschen ähnliche Intelligenz verfügen? 

Die Intelligenz des Meeres
_Franco Veremondi, Reportage
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