03/07/2024

Unter dem Titel „Die Architekturstiftung liest / warnt / empfiehlt“ schreiben Menschen aus dem Umfeld der Architekturstiftung Österreich in einer (nicht ganz) neuen Serie über alltägliche Beobachtungen und Begebenheiten. Wer das Architektur und Bauforum in der Vergangenheit aufmerksam gelesen hat, erinnert sich an die Vorgängerserie: Die Rubrik erschien in jeder Ausgabe und wurde von der Architekturstiftung und ihren Stiftern betreut. „In knapper Form wird auf aktuelle Phänomene hingewiesen: Wichtiges empfohlen, vor Falschem gewarnt oder Lesetipps gegeben.“

In der heutigen Ausgabe wird die Ausstellung und Publikation von Lore Stangl vorgestellt, die im Rahmen des Kärtner Architekturstipendiums 2023 entstanden ist und im Juni 2024 im Architekturhaus Kärnten ausgestellt wurde.

Ab Juni 2024 erscheinen neue kritische, anerkennende wie vermittelnde Beiträge mit Bildmaterial auf GAT.news online. 

03/07/2024

"Zu Vermieten" von Lore Stangl, ©metatektur (ls/jmp)

"Zu Vermieten" von Lore Stangl, ©metatektur (ls/jmp)

Sammeln, suchen, dokumentieren, finden, vergleichen, festhalten, ausbreiten, vernetzen und wieder sammeln, um in der Leere aus dem Vollen zu schöpfen:

 „ZU VERMIETEN“ von Lore Stangl, entstanden im Rahmen des Kärntner Architekturstipendiums 2023, bietet uns die Möglichkeit, den Leerstand – den leeren Raum – aus einer ästhetischen Position zu betrachten, ohne dabei die empirische Ebene zu vernachlässigen.
Das permanente Oszillieren zwischen präziser Beobachtung und ästhetischer Verortung ist ein wesentliches Merkmal dieser Arbeit und trägt zu ihrer inhaltlichen und methodischen Ausgestaltung bei. In ihrer Analyse von Leerständen in Klein- und Mittelstädten am Beispiel von Feldkirchen in Kärnten seziert Lore Stangl diese, fragmentiert und umkreist die Problematik, ohne den Charakter oder die Atmosphäre der Leere zu vernachlässigen. 

Die Herangehensweise, die verschiedenen Untersuchungswerkzeuge sowie der integrative und kooperative Ansatz, verleihen diesem Projekt eine ästhetische, inhaltliche und methodische Einzigartigkeit. 

Auf über 300 Seiten wird das Thema in Form von Kartierungen, Lexika, Analysen, Interviews, Fotos, Essays und Grafiken untersucht. Die im Rahmen des Stipendiums entstandene Publikation ist ein Werkzeugkasten, eine Fundgrube für alle, die sich für das Thema Leerstand interessieren. Darüber hinaus hat Lore Stangl eine Ausstellung konzipiert, in der sich die Vielschichtigkeit ihrer Untersuchung in einer subtilen Betrachtungsperspektive verbindet.

Nähere Informationen bitte dem Verweis entnehmen.

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16. + 17.11.2023
 
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