17/03/2026

Peter Laukhardt zum Bauerbe im Grazer Stadtraum – monatlich, am 3. Dienstag.

17/03/2026

Bild 1 Erwerbungen am Schloßberg ab 1820 (nach Melling 1819, StLA)

Bild 2: Uhrwerk (Sylvester Funck, 1712), Foto: Laukhardt

Bild 3: Der Uhrturm und seine Glocken, Foto: Laukhardt

Bild 4: Feuerglocke von 1645 mit Kreuzigungsszene, Foto: Laukhardt

Bild 5: Untertanen der Gült Landhaus (1838, StLA)

Bild 6: Schloßberg-Anteil des Johann Steiner (Domenigg 1839, StLA) 

Bild 7: Plan über die angetragenen Baulichkeiten (Melling, Dez. 1820, StLA)

Bild 8: Bürgerbastei (Modell Sigl 1809), Situations-Plan und Schnitt (1820, StLA)

Bild 9: Cerrini-Schlössl 1835 (Ponzier, StLA) und heute, Foto: Laukhardt

Bild 10: Cerrini-Schlössls, Substruktion und Kasematte 1997, Fotos: Laukhardt

Bild 11: Hof des Cerrini-Schlössls, Eingang und Allio-Stiege, Fotos: Laukhardt

Bild 12: Die Bürgerbastei heute, Foto: Laukhardt

Der Stadtturm erhält wieder Uhr und Glocken

Bevor wir die im Zuge der Versteigerung erworbenen Schloßberg-Anteile behandeln, ist noch ein wichtiges Ereignis nachzutragen: Am 26. Februar 1819 berichtete die Grätzer Zeitung, dass am Geburtstag von Kaiser Franz I. (12. Februar 1768) der Landeshauptmann Graf Attems im Uhrturm wieder den alten, von drei Gewichten angetriebenen Zeitmesser feierlich in Gang gesetzt hatte (Inschrift: Mich hat Sylvester Fvnck Pvrger vnd Hofvvhrmaer in Graz Anno 1712 gemacht Vnd in dem Monath Avgvst verfertiget); das Werk war im Jahr davor von Großuhrmachen Georg Fidelis Schmidt im Auftrag der Stände wieder hergestellt worden.

Glocken und Uhrwerk waren knapp vor den Sprengungen durch die Franzosen im November 1809 demontiert und im Rathaus gelagert worden. Der Glockenschlag funktionierte aber erst 1822, nachdem der Uhrmacher Joseph Geist das Werk umgebaut hatte (Bild 2).

Obwohl exakte Angaben fehlen, ist anzunehmen, dass damals auch die für die akustischen Signale notwendigen Glocken wieder eingesetzt wurden (Bild 3). In zwei Gaupen des Uhrturmdachs zeigen sich noch heute drei historische Glocken: 1. Die am Mittwoch vor dem Fest Mariens, also am 13. August 1382 gegossene Stundenglocke mit der Umschrift: feria quarta an(te) festum m(ariae) anno domini milesimo trecentesimo octa gesimo duo fecit hoc opus johannes de voitsperg. 2. Darunter die kleine, um 1450 entstandene Viertelstundenglocke mit der fünffachen, einmal am Kopf stehenden Inschrift AVE MARIA; sie wurde als Armensünderglocke bei Hinrichtungen, als Vesperglocke zum Abendgebet geläutet, und gab als Lumpenglocke, Bierglocke oder Polizeiglocke die Sperrstunde bekannt. 3. An der Ostseite die Feuerglocke von 1645 mit einer Kreuzigungsszene und der Inschrift ANDREAS SCHREIBER IN GRAZ HAT MICH GOSSEN ANNO MDCXXXXV (Bild 4).

Die „Zerstückung“ des Schloßbergs

Jetzt zum Hauptthema dieser Folge: In Bild 1 habe ich Mellings Zerstückungsplan von 1819 jene Schloßberg-Parzellen eingezeichnet, die ab 1820 von Privatpersonen durch Ersteigerung oder Kauf von den Ständen erworben wurden. Rot hervorgehoben sind dabei jene Grundstücke, die vom Ehepaar Hödl genutzt wurden, und als Grundstock für die späteren Schloßberganlagen gelten können. Die Nummern stimmen im Wesentlichen mit denen des Protokolls der Versteigerung bzw. mit der Aufstellung der neuen Gült Landhaus von 1838 überein (Bild 5).

Anton Sigl, der das wunderbare Modell des Schloßberg in seinem Zustand von 1809 schuf – es ist leider nicht an seinem angestammten und richtigen Platz im Schloßberg-Museum, sondern in der Sackstraße versteckt - beschreibt in seinen Aufzeichnungen „Der Grätzer Schloßberg - Eine kurze Sammlung von dessen Erbauung, Zerstörung und Verschönerung, Grätz 1828“ nur kurz, wie Teile des Berges nach der Zerstörung durch die Franzosen ab 1820 an Privatpersonen verkauft wurden: Anfangs verkauften die Herrn Stände mehrere Plätze, erstens der Doktor Hödl, Hauptmann Zieriny (richtig: Cerrini), Tischler Heller (richtig: Helle), Lauderer, Ponzier, unser gewester Lieutenant. Diese Aufzählung ist natürlich ergänzungsbedürftig.

Wie die Skizze zeigt, haben verständlicherweise die Besitzer von Liegenschaften am Fuße des Berges die weniger felsigen Hänge ober ihren Häusern erworben. Wir werden sehen, dass später daraus Gärten entstehen werden. Günstig am Bergfuß gelegene Anteile erzielten naturgemäß höhere Preise als felsige Abhänge, so ist die Spanne zwischen rund 20 und 2 Kreuzer je quklftr. verständlich, im Schnitt waren es 12.

Ganz abweichend hat aber der bürgerliche Handelsmann Josef Halbärth (er besaß damals das Haus Sackstraße 7) die Parzellen 5, 6 und 7 erworben und dann an Bauherrn verkauft, die sich in der damaligen Schloßberggasse (heute Wickenburggasse) Häuser erbauten. Karl von Cerrini erwarb die Bürgerbastei, um sich hier eine Villa bauen zu lassen, der Advokat und Industrielle Dr. Hödl (der das Haus Bindergasse 8 bewohnte) ersteigerte Parzellen beim verschütteten Türkenbrunnen und dem zerstörten Pulverturm, um sich offenbar einen Traum zu erfüllen, wie wir noch hören werden.

In der Skizze nicht dargestellt sind die felsigen Südabhänge zwischen dem ehemaligen Pulverturm (Starckehäuschen) und dem Uhrturm, also Die denen Bürgern im 2ten und 3ten Sack, vom Aerario überlassenen Antheile. Diese 16. Antheile waren wegen ihrer Steilheit und Unfruchtbarkeit nicht besonders begehrt. Denn letztlich hat nur ein Anrainer diese Felsareale an sich gebracht. Der von Domenigg 1839 erstellte Plan der Anlagen von Welden (Bild 6) zeigt direkt unter dem halbrunden Turm die Signatur Joh: Steiner – es war der von 1822­­­ bis 1848 im heutigen Haus Sackstraße 24 (auf dem Plan Nr. 241) genannte Weißgerber Johann Steiner. Sein felsiger Besitz reichte demnach von unterhalb des Pulverturms bis zum Anteil des Aerariums. Letztlich werden diese Felspartien ab 1918 den Bau des sogenannten Kriegssteigs und ab 1924 des Jubiläums-Felsensteigs erleben.

In den Akten des Maria-Theresianischen Kataster bzw. der Medium-Akten im Landesarchiv finden sich mehrere Aufstellungen zu diesen Vorgängen. Das Versteigerungs-Protokoll, Zl. 18254, 24ten April ~820 wurde unterschrieben von: Titl:/ Herr Ignaz Graf von Attems k: k: Kämmerer, ständischer Verordneter als Lizitations Kommißär, Franz Ritter von Kalchberg, ständischer Bauinspector und Zeughaus Administrator, Dor Johann Aloys Petz ständischer Rechtsfreund, Johann Chrisostomus Ponzier ständischer Bauamtsassistent und Aktuar. Als Beisitzer fungierten Johann Georg Windisch und Joseph Gespandl.         

Versteigerungs-Bedingungen

Das Protokoll beinhaltet die vor der Versteigerung verlautbarten Bedingungen, die Ausmaße der entbehrlichen Flächen (siehe Anm.1), und die Verkaufspreise (Anm. 2) in der Gegenüberstellung von Schätzpreis und Meistbot. Bis auf eine Ausnahme wurden alle Parzellen zum Schätzpreis verkauft. Nur um die Nrn. 13 und 16 „ritterten“ je zwei Interessenten, wodurch der Schätzwert fast verdoppelt wurde.

Anmerkungen: 1) Ein damaliges Klafter entspricht heute ca. 1,9 m (die Spannweite beim Ausstrecken beider Arme), das Quadratklafter (quklftr.) daher rund 3,6 m2. Ein Joch (ursprünglich die Größe eines Ackers, den ein Ochsengespann pflügen konnte) betrug 1600 quklftr., so dass beispielsweise der von Karoline Hödl 1827 zugekaufte Anteil Nr. 22 (1 Joch 804 quklftr.) auch mit 2404 quklftr. zu rechnen ist. Sie bezahlte dafür 270 fl 32 kr (16232 kr), also pro quklftr. weniger als 7 Kreuzer!

2) Ein Gulden (fl, von Florin) war damals in 60 Kreuzer (kr) unterteilt. Der Kreuzer entsprach 4 Pfennigen, ein Gulden daher 240 Pfennigen. 1816 waren 250 Gulden Wiener Währung in 100 Gulden Conventions-Münze getauscht worden.

Die Verkaufs-Bedingnisse sagten u.a., dass die Käufer ihre Anteile längstens in einer Zeitfrist von drey Jahren urbar zu machen, u. von den darauf befindlichen Ruinen zu reinigen hätten. Sollten darauf Anlagen und Gebäude errichtet werden, dann waren dafür Bewilligungen einzuholen; Steinbrüche oder Sandgruben waren nicht erlaubt.

Vom Kaufpreis war mindestens ein Drittel sogleich bey der Uibergabe baar in Conventions-Metall-Münze zu erlegen. Für den Rest sollte eine Schuldobligation auf den Grundanteil primo loco gegen 5 %ige Verzinsung eingetragen werden. Vorzug sollte jener Bieter haben, der die Kaufsumme bar erlegt.

Den Ständen war ein unsteigerlicher Dominical Grundzins (in der Tabelle mit dem damals üblichen Begriff Stift genannt) zu entrichten, und zwar für einen Gulden der Schätzung mit fünf Pfening ebenfalls in Conv: Metall. Münze jährlich (die Rechnung lautete daher: Schätzwert durch 240 mal 5). Auch eine einmalige Brief Taxe (eine Eintragungsgebühr in das neu zu schaffende Grundbuch der Gült Landhaus) in der Höhe von 2 fl 15 kr war zu bezahlen.

Der im Dezember 1820 von Melling gezeichnete Plan über die angetragenen Baulichkeiten zur Adaptierung des Gratzer Schloßberges für einen öffentlichen Erhollungsorth (Bild 7) zeigt unter dem Kürzel „w“ schon bereits verkaufte Grundtheile.

Die ersten „Schloßberg-Verschönerer“

Hier nun die wichtigsten Daten und Ergebnisse dieser ersten Versteigerung und der danach folgenden Verkäufe. Dass hier die Urbar-Nummern angegeben sind, zeigt uns, dass die Erwerber damals damit noch mit dem Bande der Unterthänigkeiten mit den Landständen verknüpft waren.

Urbar Nr. 1: Bürgerschanze nächst dem Uhrturm – also die Bürgerbastei mit dem heutigen Haus Schloßberg 10 – welche nach der vorgenommenen geometrischen Vermeßung einen Flächenraum von 664 Klftr enthält, und mit einem Grundzins von jährlichen 1 fl. 23 kr Conventions Münze belegt ist, wird unter obigen Bedingnißen ausgeruffen, nach den unpartheyisch erhobenen Schätzungswerth pr. 66 fl 24 kr.  Mit hoher Bewilligungs- Verordnung vom 21 ten April ist obiger Antheil dem Herrn Baron v Cerrini k. k. Obristlieutnant des k. k. Ingenieurscorps gegen die Versteigerungsbedingnisse um den Schätzungswerth käuflich überlaßen worden.

Karl Freiherr von Cerrini, als Hauptmann im Sommer 1809 tapferer Verteidiger der sehr exponierten Bürgerbastei gegen die französischen Sturmläufe, hat den Kaufvertrag zwar erst am 12. Juli 1820 unterschrieben, aber schon im Juni 1820 die Planung eines neuen Hauses in Auftrag gegeben; es sollte in der von den Franzosen 1809 gesprengten Ostecke der Bürgerbastei an der Stelle eines Wachhauses (Bild 8 oben) errichtet werden. Am 17. Juli begann der Grazer Baumeister Joseph Benedikt Withalm mit dem Bau eines villenartigen Schlössls (Bild 8 unten), woran eine gusseiserne Tafel erinnert (Bild 11 oben).

Nach einem Streit zwischen Cerrini und Withalm vollendete 1821 der Baumeister Johann Mamerberg das Haus. Wie Leopold Toifl 1997 in der Festschrift zur Restaurierung des Gebäudes mitteilte, hat Cerrini nach seinem penibel geführten Vormerkbuch für das Haus 16.227 Gulden 21 Kreuzer ausgegeben. Das kleine Bildchen von Johann Chrysostomus von Ponzier (wir werden noch von ihm hören) zeigt in etwas dilettantischer Art das Schlössl im Jahre 1835 von der Auffahrtsstraße aus (Bild 9 oben); heute ist es nur schwer zu entdecken (Bild 9 unten).

Cerrini war 1777 in Raab/Györ geboren worden, vermählte sich am 24. Juni 1822 in Graz mit der Gräfin Maria Karoline von Khuenburg, wurde schließlich Feldmarschall-Lieutenant im Genie-Corps, k. k. Geh. Rath und starb in Wien am 6. Jänner 1840.

Nach seiner Dienstversetzung nach Wien verkaufte Cerrini das Schlössl. Das durch die Hilfe von Herrn Mag. Jäger im Landesarchiv im April 2025 endlich gefundene Grundbuch der Ständischen Gült Landhaus zeigte mir das weitere, wechselhafte Geschick der Liegenschaft. 1833 ging das 1827 auf 6220 Gulden Conventions-Münze geschätzte Grundstück samt dem Schlössl und einen Teil des heimlichen Weges an Antonia Fürstin von Salm-Reiferscheid, und zwar um einen Kaufpreis von 1700 Gulden in alten Silberzwanzigern; diese Münze war ein Drittel eines Guldens und wegen ihres hohen Silbergehaltes als wertstabil geschätzt.

Auf Carl Fürst und Altgraf von Salm-Reiferscheid, Fürst zu Krautheim, folgte lt. dem erwähnten Grundbuch 1837 der Radkersburger Privatier Oswald Edler von Kodolitsch als neuer Besitzer; er veräußerte die Realität aber schon 1838 an Anton Paldauf (auch Paltauf), den bürgerlichen Schlossermeister in der oberen Sporgasse (heute Nr. 27), und seine Ehegattin Cajetana um eine nicht genannte Summe.

Im März 1843 kaufte Zeno Graf von Saurau das ober seinem steilen Garten liegende, ebene Areal samt Haus um 3500 Gulden, nach seinem Tod 1846 ging er an seine Witwe, Anna Maria, geb. Goess über. Dem Häuser-Schema der kaiserl.-königl. Hauptstadt Gratz von 1862 entnehmen wir, dass schon damals der Gärtner Anton Wolf im Haus Am Schloßberg 90 (heute 10) wohnte, zu dieser Zeit aber wohl im Dienst der Gräfin.

Mit Schenkungsvertrag vom 19. November 1876 übergab Anna Maria Gräfin Saurau im Alter von 70 Jahren nach längerem Rechtsstreit ihre Besitzungen, nämlich die Schlösser Premstätten und Ligist sowie das Palais in Graz, ihrem damals 28 Jahre alten Neffen Leopold Peter von Goess. Sie starb am 20. November 1880 auf ihrem behaglich eingerichteten Schloss Premstätten.

Die Stadt Graz erwirbt Bastei und Schlössl

Die Bürgerbastei war vom Stadtverschönerungsverein schon um die Wende zum 20. Jh. als Reservegarten für die Aufzucht der Pflanzen gepachtet worden, wovon etliche alte Ansichtskarten zeugen.

Obwohl Johann Zeno (Graf) Goess, Besitzer des Palais Saurau in der Sporgasse, schon 1928 das Areal beim Uhrturm der Gemeinde zum Kauf angeboten hatte, kam es erst nach längeren Verhandlungen im Jahre 1930 zur tatsächlichen Erwerbung. Der Stadt gelang es damit, einen der schönsten Abschnitte des Schloßbergs zusammen mit dem ebenfalls erworbenen Herbersteingarten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Schlössl selbst wurde von der Stadt als Wohnort für Schloßberg-Gärtner eingerichtet. Bis heute besitzt die Familie Goess-Saurau aber das Servitut des Durchgangs über die alte, von dell’Allio um 1556 gebaute steinerne Stiege in den Hof des Schlössls und weiter auf die Bürgerbastei (Bild 11 unten).

In den Jahren 1995-1997 wurde das Gebäude nach Plänen des 2026 verstorbenen Grazer Architekten Herbert Missoni unter Wiederherstellung der alten Dachkonstruktion gründlich restauriert. Dabei wurde bei Grabungen unter der Westfront des Gebäudes ein vermauerter Torbogen freigelegt (Bild 10 oben), wohl ein Zugang zu der dort unter dem Eckturm einst befindlichen Kasematte, deren Geschütz durch eine Schießluke nach Süden feuern konnte.

Die früheren und mir ebenfalls gut bekannten Bewohner dieses noch immer der Stadt gehörigen Hauses benützten als Kohlenkeller und Holzlager noch eine alte Kasematte mit einer Dampfluke, welche die Sprengungen der Franzosen zum Teil überdauert hat (Bild 10 unten); sie wurde 1997 saniert und als Ausstellungsraum adaptiert – wozu es aber bisher nur ganz selten gekommen ist.

Die Dichterklause

Das Gebäude verfügt seit der Sanierung 1997 über drei Wohnun­gen für Künstler, eine davon für Poeten oder Autoren, die in ihren Heimatländern verfolgt wurden (Stadt der Zuflucht - Writers/Artists in residence). Darunter standen mir als Freunde nahe: der aus Bosnien stammende damalige Grazer Stadtschreiber Dževad Karahasan, ein Liebhaber unserer Stadt und auch des Schloßbergs, sowie Jodgar Obid aus Usbekistan, dem ich – auf Russisch radebrechend – beim Einschrauben der schnell in der Stadt besorgten Glühbirnen half, wofür er sich mit Käse, Fladenbrot und Wodka bedankte; wie ich damals vom Berg herunterkam, weiß ich nicht mehr genau.

Auch mit der italienisch schreibenden Autorin Kenka Lekovich aus Rijeka, dem Kubaner Carlos A. Aguilera und dem ungarischen Autor Peter Zilahy habe ich Bekanntschaft gemacht. Die ungarische Stadtschreiberin Kinga Toth habe ich Ende 2019 noch erschreckt, als ich nach einem äußerst mühsamen Aufstieg über den 1997 hergerichteten, inzwischen aber stark verwilderten Pfad im Pistorgarten durch das Cerrinischlössl wieder in die Zivilisation zurückkehren wollte.

Wer heute vom Uhrturm zur Bürgerbastei hinunterblickt (Bild 12), ahnt kaum etwas von diesem entrückten Refugium der Kunst.

 

Fortsetzung folgt.

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