Zielsetzung der Ausschreibung
Im Rahmen des Open Calls werden zwischen 20 und 22 Bewerber (Einzelpersonen oder Teams) ausgewählt und als Spotlight LINA Fellows 2026–2027 aufgenommen.
Die ausgewählten Spotlight LINA Fellows werden im Oktober 2026 nach Barcelona eingeladen, um am LINA Forum teilzunehmen. Im Rahmen des Forums werden sie gemeinsam mit Vertreter:innen der LINA-Mitgliedsorganisationen mögliche Kooperationen innerhalb des LINA Architecture Programme entwickeln und diskutieren. Ausgewählte Ergebnisse dieser Zusammenarbeit zwischen LINA Members und LINA Fellows werden im April 2028 beim LINA Festival in Ljubljana präsentiert.
Auch Bewerber:innen, die nicht als Spotlight LINA Fellows ausgewählt werden, können dennoch den Status eines LINA Fellow erhalten. Grundsätzlich besteht für alle Teilnehmenden des Open Call die Möglichkeit, auf direkte Einladung einer Mitgliedsorganisation mit einem LINA Member zusammenzuarbeiten. Sämtliche Einreichungen werden zudem auf der LINA-Website veröffentlicht und bilden dort ein öffentlich zugängliches Schaufenster zeitgenössischer Positionen, Arbeitsweisen und Ideen.
WAS UMFASST DIE SPOTLIGHT LINA FELLOWSHIP?
Für jeweils eine vertretungsberechtigte Person der 20 bis 22 ausgewählten Spotlight LINA Fellows werden die Reisekosten, sowie zusätzlich die Kosten für die Unterkunft bei der Teilnahme am LINA Forum in Barcelona (Spanien) im Oktober 2026 bis zu einem Höchstbetrag von 350 € übernommen.
Spotlight LINA Fellows erhalten zudem professionelle Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit, darunter Foto- und Videoporträts und eine gezielte Präsentation und Sichtbarmachung über die Kommunikationskanäle der LINA-Plattform.
WeR WIRD GESUCHT?
Gesucht werden aufstrebende kreative Stimmen sowie innovative Akteur:innen der Raumproduktion, die etablierte Denk- und Handlungsmuster kritisch hinterfragen. Willkommen sind sowohl Einzelpersonen als auch Kollektive, deren neue und mutige Ideen zu einer nachhaltigen Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft beitragen können.
LINA richtet sich an Personen, die Interesse an einer aktiven Mitwirkung in Bereichen wie Mentoring, Moderation und Vermittlung, Residenzprogrammen, Forschung, wissenschaftlichem und essayistischem Schreiben, Ausstellungen, öffentlicher Partizipation, kuratorischer Programmgestaltung und weiteren Formaten haben. Auch wenn internationale Mobilität nicht in allen Projekten erforderlich ist, richtet sich das Programm insbesondere an Menschen, die internationale Kooperationen anstreben und ihr professionelles Netzwerk weiterentwickeln möchten.
Gefördert werden Persönlichkeiten, die Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten übernehmen und die ethischen Grundwerte von LINA teilen: Neugier, Kooperation, Pluralismus, Fairness und Verantwortungsbewusstsein.
Wer kann sich bewerben?
Der Open Call richtet sich an Kreative unterschiedlichster Disziplinen sowie an visionär Denkende. Es bestehen weder Altersbeschränkungen noch formale Anforderungen hinsichtlich eines bestimmten Bildungsabschlusses.
LINA bietet insbesondere jenen eine Plattform, die bislang noch keine internationale Sichtbarkeit erreicht haben und in ihrem jeweiligen Fachgebiet noch nicht international etabliert sind.
Bewerbungsberechtigt sind ausschließlich Staatsangehörige und/oder Personen mit Wohnsitz in einem der 41 am Programm Creative Europe teilnehmenden Länder sowie in der Schweiz. Erfolgt die Bewerbung im Team, muss die federführende antragstellende Person die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen.
Hinweise zur Bewerbung
Eingereicht werden kann sowohl ein bereits abgeschlossenes Projekt als auch ein neu entwickeltes Konzept. Die Einreichung muss nicht unmittelbar auf eine praktische Umsetzung ausgerichtet sein; sie sollte jedoch sorgfältig ausgearbeitet sowie auf einer fundierten konzeptionellen und analytischen Auseinandersetzung beruhen.
Willkommen sind unterschiedlichste Ansätze – von spekulativen und experimentellen Konzepten bis hin zu praxisorientierten Projekten –, sofern sie sich kritisch mit gegenwärtigen Herausforderungen wie der ökologischen Krise sowie deren ethischen und gesellschaftlichen Dimensionen auseinandersetzen und dabei stets einen Bezug zur Raumkultur und deren Potenzial für konkrete gesellschaftliche Wirkung herstellen.
Die eingereichte Arbeit soll die eigene Denkweise, Werthaltung und fachlichen Kompetenzen sichtbar machen und bildet die zentrale Grundlage für die Bewertung der Bewerbung.
Im Bewerbungsformular besteht darüber hinaus die Möglichkeit, im vorgesehenen Feld zum Interesse an einer Zusammenarbeit mit den LINA-Mitgliedsorganisationen das eingereichte Projekt um Perspektiven seiner Weiterentwicklung zu ergänzen oder den eigenen fachlichen Hintergrund sowie Erfahrungen näher zu erläutern, die der eigenen Position eine besondere Perspektive verleihen.
Die Vertreter aller LINA-Mitgliedsorganisationen prüfen und bewerten die eingegangenen Bewerbungen, bevor sie über jene Vorschläge abstimmen, die sich insbesondere durch Innovationskraft, Originalität, konzeptionellen Einfallsreichtum und weitere relevante Qualitäten auszeichnen.
Sollte Ihr Vorschlag ausgewählt werden, ist eine unmittelbare Förderung seiner Umsetzung eher unwahrscheinlich. Häufig wird das eingereichte Konzept an die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Programms einer LINA-Mitgliedsorganisation angepasst. In anderen Fällen kann eine Einladung erfolgen, gemeinsam ein vollständig neues Projekt zu entwickeln, das an Ihre Interessen und Kompetenzen anknüpft.
Im dafür vorgesehenen Abschnitt des Bewerbungsformulars sollten Sie daher darlegen, in welcher Weise sich Ihr Vorschlag an unterschiedliche Kontexte anpassen und im Rahmen einer möglichen Zusammenarbeit weiterentwickeln ließe.