44 Kommunen, knapp 4 % der einfachen Gemeinden Österreichs, folgten dem Aufruf des Vereins und reichten ein. Aus den Gemeinden wurden 14 ausgewählt, die in einer weiteren Runde genauer geprüft und bewertet werden. Per Hearing stellen sich die Nominierten am 10. April der Jury vor und können noch einmal mehr überzeugen und ihr baukulturelles Engagement zeigen. Im Juni steht zusätzlich eine Besichtigung der Gemeinden vor Ort durch die Jury an, bevor im November die endgültige Entscheidung fällt.
Nominiert sind im Burgenland Pöttelsdorf, in Kärnten die Gemeinden Griffen, Kleblach-Lind und Oberdrauburg sowie in Niederösterreich Bad Vöslau. In Oberösterreich überzeugte Ried im Innkreis, in der Steiermark bewiesen sich Gamlitz und Landl. Tirol ist mit Anras, der Stadt Landeck, Oberhofen im Inntal und Prutz vertreten, Vorarlberg mit Bezau und Egg. Aus Salzburg schaffte es keine Gemeinde in die engere Auswahl.
Die Ausschreibung stand unter dem Titel „Nutzen, was da ist“. Der Umgang der Gemeinden mit dem Gebäudebestand war ein wichtiges Kriterium für die Nominierung. Anneke Essl, Geschäftsführerin von LandLuft, betont: „Die hochwertigen Einreichungen machen deutlich, wie viel Engagement und Mut Gemeinden im Umgang mit Bestand und der Gestaltung ihrer Ortskerne haben.“
Die Juryvorsitzende im Jahr 2026, Katja Fischer, ist geschäftsführende Vorständin der Stiftung Baukultur Thüringen. Mit ihrem Blick aus Deutschland ordnet sie den Preis im internationalen Kontext ein: „Die Baukultur-Szene hat großen Respekt vor dem, was hier seit vielen Jahren entsteht. Der LandLuft-Prozess und der Baukulturgemeinde-Preis werden mit Staunen – und als Referenz – wahrgenommen.“
Der Verein LandLuft zeichnet seit 2009 mit dem Baukulturgemeinde-Preis Gemeinden und kleine Städte aus, die „durch vorausschauende, mutige und qualitätsvolle Baukultur überzeugen“. Mit dem Preis will der Verein „erfolgreiche Strategien und engagierte Akteur:innen sichtbar machen“. Ausgezeichnet werden, laut Verein, „Gemeinden, die den Ort als Ganzes denken und mit ihrer Bau- und Planungskultur einen langfristigen Entwicklungsprozess gestalten.“